Courgevaux historique

Préhistoire  

L’Homme de l’âge du bronze final (1200 – 750 av. J-C.) habitait déjà « la région des collines ». Les traces d’une nécropole dans une gravière de la commune, où l’on découvrit un couteau en bronze, nous permettent de l’affirmer.

Nous retrouvons une sépulture datant de l’époque de Hallstatt (750 – 450 av. J-C.) au lieu-dit « Au ban », forêt située au sud du village de Courgevaux. Ces découvertes démontrent que Courgevaux était un centre économique probablement culturel très important.

De plus, deux monnaies en potin du type des Séquanes ont été trouvées à Courgevaux. La région a donc été parcourue et sûrement habitée par des Celtes vers la fin de l’époque laténienne (450 – 0 av. J-C.).

D’autres découvertes du même type faites dans les environs, notamment le long de la vallée de la Sarine, laisse supposer le tracé d’une route commerciale qui devait relier le Plateau Suisse à l’Italie du Nord, par le col des Mosses et le Grand-St-Bernard.

La route de Fribourg-Morat était très utilisée par les Romains pour leur commerce. Les vestiges d’un cimetière découvert à Courgevaux nous permettent de dire que notre village était même une halte importante.

 

Moyen âge jusqu’à 1900 

A l’époque des Savoyards, le territoire de Courgevaux était sous la tutelle de Morat. En 1475, Morat et Courgevaux étaient régis par l'administration des villes de Berne et Fribourg. En fin de période de l'ancien régime, Courgevaux devenait ainsi fribourgeoise. Durant la période helvétique et plus tard, la commune fut intégrée au district de Morat. Depuis 1848, lors de la nouvelle constitution cantonale, elle fait partie du district du Lac.

Une citadelle appelée « Le Châtelard » située sur la route en direction de Coussiberlé dominait le village. En 1448, à l’occasion de la guerre des Bourguignons, cette citadelle fut détruite. Les ruines furent à nouveau découvertes seulement en 1794 et furent réutilisées pour la transformation du château de Courgevaux (1794-1798). Ce manoir patricien fut construit entre 15èmeet 16èmesiècle par la famille fribourgeoise Praroman. Déjà en 1605, la famille von Diessbach devenait, malgré quelques légères modifications, propriétaire de l'habitation et ceci jusqu'en 1918. Le Manoir devait également servir d'internat pour de jeunes anglais et fut, même une fois, transformé en immeuble locatif.

Ortsbeschreibung von Courgevaux um 1840   (en patois, ne sera pas traduit)

Courgevaud (deutsch Gurwolf), bildet mit Coursiberle eine Syndikatur, jede dieser Gemeinden aber hat ihre eigene Verwaltung. Beide Ortschaften gehören zur Pfarre Merlach und haben eine gemeinschaftliche Schule in Gurwolf.

Gurwolf liegt in einem angenehmen Thälchen, auf der Strasse nach Freiburg, eine halbe Stunde südlich von Murten. Die Familie v. Diessbach von Torny von Freiburg besitzt hier ein beträchtliches Substitutionsgut, so zum Theil von der Familie Meyer von Murten erkauft worden.

Das dortige Landhaus, Schloss genannt, wurde zu Ende des vorigen Jahrhunderts erweitert, wozu man besonders die Materialien eines alten Schlosses oder vielmehr festen Thurmes benutzte, welcher auf einem kegelförmigen Hügel stuhnd, von welchem man einer herrlichen Aussicht geniesst un den man noch Chattelard nennt.

Zwischen dem Hauptgebäuder der Veste und en Ringmauern wurden beim Abbrechen menschliche Gerippe, Bruchstücke von Waffen und eisernen Werkzeugen, wie Messer, Beile u.s.w. gefunden. Es ist wahrscheinlich, dass dieser Thurm durch Feuer zerstört worden, die grösstentheils verkalkten Steine, waren ins Geviert gehauen, wie die des alten Aventicum. Es ist sonderbar, dass nirgends von einer Veste bei dieser Ortschaft Meldung geschieht.

Im Jahre 1448 verbrannten die Freiburger Gurwolf, nach amaliger Sitte, während sie mit ihren Nachbarn von Bern, Murten, Biel und Petterlingen im Krieg verwickelt waren.

Vor der Reformation stand hier nach Ausweis eines alten Planes, eine Kapelle, dem heil. Nikolaus geweiht.

Im Gemeindewald, auf der Höhe, nach an der alten Strasse nach Freiburg, zeigt man dem Wanderer noch jetzt eine ins Geviert ausgegrabene Stelle, wo, der Sage nach, während der Belagerung von Murten im Jahre 1476, das hölzerne Haus gestanden, welches Karl der Kühne, Herzog von Burgund, zu seiner Wohnung errichten liess.

Den 18. April 1726, des Morgens zwischen 2 und 3 Uhr, brach eine Feuersbrunst zu Gurwolf aus, welche in Zeit einer Stunde beinahe das ganze Dorf zerstörte, nur das Schloss, die Ziegelhütte, das Haus des damaligen Herrn Spitalmeisters Johann Herrenschwand von Murten und einige mit Ziegeln bedeckte Gebäude wurden gerettet, zwei Weiber verloren das Leben und der grösste Theil des Viehes blieb in den Flammen. Die Stadt Murten nahm sich der Verunglückten bestens an und es wurde eine Kollekte zu Gunsten derselben veranstaltet, die 1174 Kronen 17 Batzen 2 Kreuzer in Geld und 1882 Mäss Getreides aller Art abwarf.

Die Lage von Gurwolf ist sehr gesund. Man kann sich nicht erinnern, dass hier je eine Viehseuche geherrscht. Alle Früchte gedeihen bestens und der rothe Wein, der im Beney wächst, wird in guten Jahrgängen sehr gesucht und theuer bezahlt.

Die Gemeinde besitzt  

Gebäude:

  • Das Schulhaus
  • das Hirtenhaus
  • den Gemeind-Backofen und das Waschhaus

Grundstücke:

  • Waldungen 159 Jucharten
  • Ackerland 20 Jucharten
  • Mattland 28 Jucharten

Verzeichnis der bürgerlichen Geschlechter zu Gurwolf:

  • Braun, von Niederberschdorf im Elsass, wurde aufgenommen im Jahr 1835
  • Diessbach von Torny
  • Gaud
  • Javer, von Praz im Vuilly, aufgenommen 1835
  • Missi
  • Poncet
  • Vuillemin

Gemeindsgenossen zählt man 28.

Man spricht hier grösstentheils ein etwas eigenthümliches Patois, auch mitunter deutsch, da mehrere Bürger deutsche Weiber geehelicht haben.
Seit drei Jahren besteht hier auch eine Mädchenschule.

Statistik: 

Courgevaud und Coursiberle
Anzahl Gebäude: 66
Bewohnte Gebäude: 60
Mühlen: 1
Ofenhäuser: 9

Bevölkerung: 

1818: 240
1831: 308
1834: 318
1837: 320
1839: 339

Viehstand: 

Pferde: 14
Ochsen: 21
Kühe: 126
Schafe: 142
Ziegen: 38
Schweine: 70

Wagen: 40
Karren: 5

Kantonalstrassen: 10'119 Bernschuhe
Gemeindestrassen 1. Klasse: 33'036 Bernschuhe
Gemeindestrassen 2. Klasse: 2’310 Bernschuhe
(1 Bernschuh entspricht 130 Pariser Linien = 0,293254 Meter)

Anfangs 19. Jahrhundert waren in verschiedenen Kantonen und Bezirken kleinere Revolutionen und Aufstände im Gange, die alle zum Ziel hatten, das Ancienne Regime aufzulösen. Wie sich dies im Seebezirk zugetragen hat, zeigt folgender Auszug aus dem Buch «Darstellung des Bezirks Murten» von Joh. Fr. Ludw. Engelhard:

Indessen gieng der Staatshaushalt seinen ehemaligen Schneckengang und Schlendrian fort. Weniger Auflagen bedurfte es freilich bei diesem System; aber es wurde auch nichts geleistet. Der Kanton vermisst noch auf heutigen Tagen, ungeachtet die jetzige Regierung mit unermüdetem Eifer überall Verbesserungen einleitet, die nöthigsten und unentbehrlichen öffentlichen Anstalten, wie ein Kantonal-Krankenhaus, ein Irrenhaus, gute Strassen u.s.w.; andere, die bestehen, wie Schellenwerk und Zuchthaus, befinden sich nicht in zeitgemässem Zustande, so wie auch grösstentheils die Gefängnisse. Freilich dachte man hier und da, dass dieses Alles doch besser sein könnte, und Männer, denen das wahre Wohl des Vaterlandes am Herzen lag, Feinde aller Aufregung, die durch ihre Verhältnisse bei ihren Mitbürgern Ansehen und Zutrauen geniessen, äusserten oft und bei jeder Gelegenheit, als das Jahr 1824 herannahte, den Wunsch, dass die Regierung diese Verfassung (von allen in der Schweiz bestehenden die unhaltbarste) möchte revidiren, und so von oben herab (welches man mit Dank würe erkannt haben und wahre Staatskunst gewesen wäre) die zeitgemässen Verbesserungen eingeführt hätte. Einigen schien aber ein solcher Antrag zu heikel, Andere liessen sich in ihrem patrizischen Uebermuthe vernehmen: «Wir wissen wohl, dass die Verfassung nicht beliebt ist, indessen wollen wir sie handhaben, so lange wir können.» Andere noch hofften Alles vom Beistand und der Thätigkeit der Geistlichkeit und von dem Treiben und Wirken der Jesuiten für Gegenwart und Zukunft. Die Oligarchie wandelte sorglos ihren Gang, Hand in Hand mit der Theokratie.

Das Volk des Kantons Freiburg, übrigens gutmüthig und von einfachen Sitten, ergab sich in sein unverdientes Schicksal und harrte ruhig auf eine bessere und glücklichere Zukunft.

So war die öffentliche Stimmung und die Lager der Dinge, als das verhängisvolle Jahr 1830, als die Juliustage anbrachen. Von der bestehenden Regierung liess sich keine Konzession, keine Nachgiebikeit erwarten. Es wurde daher beschlossen, zwar vom gesetzlichen Wege nicht abzuweichen, aber durch ernste Vorstellungen dieselbe von dem Wunsche des Volkes in Kenntnis zu setzten. Jetzt oder nie, was das Losungswort.

Auf den Bezirk Murten hatten die vielen, mit Ungeduld harrenden Unzufriedenen im Kanton ihr Augenmerk gerichtet. Sie wussten, dass Murten 1814 besonders misshandelt worden, dass der dasige Stadtrath, auf seine rechte und gute Sache vertrauend, weder durch Drohungen, noch durch Militärexekutionen sich hatte einschüchtern lassen, dass die sogenannte souveraine Regierungscommission sich gezwungen sah, den ihr entgegengesetzten ernsten und gegründeten Vorstellungen Rechnung zu tragen, am 15. März 1814 aber von allem Versprochenen nichts hielt, sondern nur Zeit zu gewinnen suchte, damit Murten eingeschläfert werde und sich nicht an Bern wende, dem es seit der Reformation durch Religion, Gesetze, Familienhandel, Sprache, Sitten und Gewohnheiten viel näher verwandt war, und welche Vereinigung auch von Vielen gewünscht wurde, weil man den Bezirk doch nur aus politischer Konvenienz dem Kanton Freiburg zugetheilt hatte.

Es wurde nun Rücksprache gepflogen, um auf gesetzlichem Wege durch Bittschriften und Vorstellungen eine Revision der Verfassung zu erwecken. Auf eine Aufforderung der Bürgschaft von Murten hin, ward auch eine solche von dem Stadtrathe den 25. November beschlossen un den übrigen Gemeinden des Bezirks, wie auch einigen anderen Oberämtern mitgetheilt, die später dann ebenfalls mit solchen einlangten.

Den 27. November wurde diese Bittschrift dem Hrn. Amtsschultheissen Gottrau durch eine Deputation eingehändigt, welcher Schritt in Freiburg grosses Aufsehen machte. Die Regierung war unentschlossen. Einige Mitglieder derselben waren der Meinung, die angesehensten Männer von Murten, deren Einfluss am meisten galt, gefänglich einzuziehen, und überhaupt noch einmal den Versuch zu wagen, mit Strenge zu verfahren. Andere wollten den Umständen nachgeben uns ich eine Revision der Verfassung gefallen lassen. Indessen ward die Bittschrift von Murten noch den gleichen Nachmittag dem Kleinen Rathe vorgelegt, der dieselbe aber (als inconvenante) von der Hand wies, doch selbige, ohne sie zu unterstützen, an den Grossen Rath zu bringen beschloss, der auch auf den 2 Dezember einberufen wurde.

Obschon die sogenannte kleine Burgerschaft in Freiburg, zwar sehr aufgeregt, mit Vergnügen die Schritte belauschte, die von allen Seiten her nun gethan wurden, so verhielt sie sich doch ganz passiv, und wagte es noch nicht, sich auszusprechen.

Es liefen nun von allen Seiten Denkschriften an die Regierung ein. Jeder, der Klagen oder Beschwerden anzubringen hatte, machte seinem Herzen Luft. Mehrere wurden gedruckt, zahlreich vertheilt und gelesen.

Endlich brach der so sehnlichst gewünschte und folgenreiche 2. Dezember an. Ein Tag, der in den Annalen des Kantons Freiburg und in der Schweizergeschichte einen würdigen Platz einnehmen wird. Er bewies, wie ein besonnenes, verständiges Volk, seiner guten Sache bewusst und vertrauend, durch sein würdevolles Benehmen ohne Waffen, ohne Gewalt, ohne Exzesse irgend einer Art sich zu seinem Rechte verhelfen kann.

Aus den meisten Gegenden des Kantons, besonders aus dem Bezirke Murten, waren schon des Morgens früh die angesehensten Männer, Amtsrichter, Ammänner, Vorgesetzte im Festkleide auf dem Wege nach Freiburg. Mehrere Hunderte ihrer Mitbürger folgten ihnen unbewaffnet. Um 8 Uhr füllte sich nach und nach der Platz vor dem Rathhause und bei der Linde. Auch die Greyerzer blieben nicht aus; ein feuriges, aufgeregtes, kräftiges Volk. Indessen war die jesuitisch-oligarchische Parthei auch nicht unthätig, auf Alles gefasst, und fest entschlossen, in nichts nachzugeben.

Tags zuvor hatte die Regierung drei Kompagnien Milizen aus den deutschen Gemeinden, auf welche man am meisten zählen zu können glaubte, aufgeboten, und denselben in die Stadt einzurücken befohlen. Doch kaum 50 Mann folgten diesem Rufe und langten einzeln und ohne Führer an. Mehrere Offiziere verweigerten den Dienst. Diese Milizen hatte man, auf wessen Befehl konnte nicht ermittelt werden, bei ihrer Ankunft alsogleich vom Volke isoliert und unter das Rathaus zu zwei mit Kartätschen geladenen Kanonen heimlich eingeführt. Die meisten Landjäger waren einberufen, Neapolitanische Rekruten, bei den Fenstern des Zeughauses und Rathhauses postiert, sollten von da aus auf das Volk feuern. Ein Gleiches beabsichtigten Patrizier selbst, wie allgemein verlautete, aus den anstossenden Häusern des Platzes. Die Kanonen waren durch die mittlere Thüre unter der Stiege des Rathhauses maskirt, vor welche man noch einen kleinen Karren gestellt hatte, und sollten zu gleicher Zeit mit dem Feuer der Truppen zu spielen anfangen.

Geduldig und in ruhiger Fassung harrte das Volk auf den Entschluss des Grossen Rathes beinahe 3 Stunden lang; da verlautete, man sei im Rathsaale nicht günstig gestimmt, die jesuitisch-oligarchische Parthei wolle von Nachgeben nichts hören, dem Wunsche des Volkes nicht entsprechen und dasselbe mit Gewalt aus einander treiben.

Ein dumpfes Getöse der Unzufriedenheit, gleich den vom Orkan aufgeregten Wogen des Meeres, erhob sich nun in der Menge und drang bis in den Rathsaal. Der Andrang wurde nun immer stärker, den Truppen rückte man immer näher, man drängte sie immer mehr. Mit Mühe nur konnten Thätlichkeiten verhindert werden. Die Aufgereiztesten waren die Greyerzer; sie riefen in ihrem Idiom: Liberta! dann die Murtener; sie erschütterten mit gewaltigem Arm die eisernen Gitter an dem Zeug- und Rathhause; doch gelang es glücklicher Weise einigen angesehenen Männern von Murten, diese Aufwallungen zu dämpfen und Ordnung zu handhaben.

In diesem entscheidenden Augenblicke ertönte auch vom Balkon herab das unglückliche Wort: FEUER! Die Gewehre senkten sich schon.

In dem Rathsaal wurde berichtet, man habe befohlen, auf das Volk zu schiessen. Kanonen mit Kartätschen geladen sollten demaskirt werden. Da sprach Hr. Friedrich Chaillet von Murten von seinem Sitze auf den Hrn. Schultheissen Gottrau zu frug denselben, ob er Befehl ertheilt, auf das Volk zu schiessen. Dieser entschuldigte sich, er habe den Befehl nicht ertheilt. Hr. Schultheiss Joseph von Diessbach eilte die Stiege hinunter und befahl den Truppen, die Waffen zu strecken. Auch Hr. Chaillet, der ehemalige Oberamtmann von Murten, Hr von Forell und noch Andere warfen sich zwischen die Truppen das Volk.

Quelle: Statistisch-historisch-topographische Darstellung des Bezirks Murten von Joh. Fr. Ludw. Engelhard, Med. Dr., Oberamtmann zu Murten, Mitglied der schweizerischen geschichtsforschenden Gesellschaft. Erschienen im Druck und Verlag der Haller’schen Buchdruckerei, Bern, 1840.